Im Osten von Paris liegt der größte und berühmteste Friedhof der Stadt: Père Laichaise.
Er wurde nach dem Jesuitenpater "Francois de Lachaise" benannt, der auch Beichtvater von "Ludwig dem XIV." war.
Das erste Begräbnis auf dem "Père Laichaise" fand im Jahre 1804 statt.
Da es in der Pariser Innenstadt eher laut und hektisch zugeht, ist ein ausgedehnter Spaziergang hier sehr empfehlenswert, denn hier ist es eher ruhig und friedlich.
Außerdem haben hier große Berühmtheiten ihre letzte Ruhestätte gefunden und daher stellt der Friedhof zugleich eine Sehenswürdigkeit dar.
Allerdings findet sich der Besucher nur mit Hilfe eines Lageplans zurecht, der am Eingang erhältlich ist, denn die 47 Hektar große Totenstätte mutet an wie ein Labyrinth, in dem man sich leicht verlaufen kann.
Da es auf dem "Père Laichaise" keine Reglementierung für Grabgestaltung gibt, siehr man hier sowohl schlichte, schmucklose Ruhestätten, als auch kunstvoll gestaltete Grabdenkmäler.
Hier liegen sie also begraben, die "Unsterblichen", die den Friedhof zu einer wahren Kultstätte gemacht haben. Auch zu einer Pilgerstätte ist "Père Laichaise" geworden, denn insbesondere an den Geburts- und Todestagen ihrer jeweiligen Idole strömen die Fans in Scharen zu den entsprechenden Gräbern, um dort Kerzen, Briefe oder Blume niederzulegen.
Ein viel besuchtes Grab ist die Ruhestätte von "Jim Morrison", Sänger der legendären Musikgruppe "The Doors", der an Alkohol- und Drogenmißbrauch mit nur 27 Jahren starb.
Die Liste der Berühmtheiten, die hier beigesetzt wurden, ist unendlich lang.
Hier nur eine kleine Auswahl: "Frédéric Chopin" (Komponist), "Honoré de Balzac" (Schriftsteller), "Gilbert Bécaud" (Sänger), "Georges Bizet" (Komponist), "Maria Callas" (Opernsängerin), "Édith Piaf" (Sängerin), "Jean de la Fontaine" (Dichter), "Marcel Marceau" (Pantomime), "Moliére" (Schriftsteller), "Oscar Wilde" (Schriftsteller), ""Yves Ontand und Simone Signoret" (Schauspielerehepaar).
Der "Cimétière Père Laichaise" ist täglich geöffnet, er schließt seine Pforten um 18 Uhr.
Besucher sollten sich schon die Öffnungszeiten halten, denn der Friedhof ist von einer hohen Mauer umgeben, die ein Verlassen der Totenstadt außerhalb der Öfnungszeiten nahezu unmöglich macht