Paris Montparnasse - Das Kunst- und Literaturviertel
Wer einmal nach Paris kommt, der sollte vielleicht einen Abstecher in den Stadtbezirk Montparnasse machen, dem Viertel der Künstler und Schriftsteller.
Montparnasse liegt am linken Seine Ufer im 14. Arrondissement (Stadtbezirk).
Ein gemütlicher Spaziergang durch den einst bevorzugten Wohnort des Künstlervolks ist sicherlich lohnenswert.
Im 19. Jahrhundert kamen Künstler und Schriftsteller aus aller Welt in dieses, damals eher ärmliches Handwerkerviertel, um hier zu leben und zu arbeiten. Von nun an veränderte sich das Bild des Stadtteils durch das bunte Treiben der Künstlergemeinde. Maler und Bildhauer werkelten in ihren kleinen Ateliers, in den vielen Cafés sah man Schriftsteller und Dichter über ihre Manuskripte gebeugt, man sinnierte, zitierte, fachsimpelte oder aber man ließ sich einfach inspirieren von dem besonderen Charme eines unkonventionellen Lebensstils, der jetzt am Montparnasse vorherrschte.
Am Abend traf man sich in den zahlreichen Kneipen und Cabarets, betrank sich, diskutierte angeregt über Gott und die Welt oder aber man machte schlichtweg die Nacht zum Tag.
Ob "René Magritte", "Pablo Picasso" oder "James Joyce", "Ernest Hemingway", "Jean Paul Sartre" und "Simone de Bouvoir", sie alle verbrachten einen Teil ihres Lebens in diesem Stadtviertel von Paris
Natürlich Ist das Montparnasse nicht mehr das, was es damals war, denn leider wurde es in den 70er Jahren des letzen Jahrhunderts von der "modernen Städteplanung" nicht verschont, weil das einst intakte Viertel durch den Bau des "Tour Maine Montparnasse", eines "Wolkenkratzers", der so gar nicht in das Bild paßt, teilweise zerstört wurde.
Insofern hat Montparnasse sich verändert.
Aber ein wenig von dem einstigem Zauber dieses legendären Künstlerortes ist immer noch vorhanden.
Denn es gibt sie immer noch, die vielen Cafés, Bars und Kneipen, die an die Künstlergemeinde von einst erinnern.
Und das ist doch einen Besuch wert!